Stabio Terme
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- Wassertemperatur
- 34 °C
- Quelltemperatur
- 34 °C
- Becken
- 1
Woher diese Angaben stammen
- Wasserangaben entnommen aus stabioterme.ch, Geprüft am 23.09.2026
- Website des Betreibers am 05.10.2026 geprüft und erreichbar
Kleines Kurzentrum im Südtessin an einer Schwefel-, Brom- und Jodquelle, mit einem Therapiebecken von rund 34 °C, Inhalationsräumen und ärztlicher Betreuung.
Über die Anlage
Die Stabio Terme liegen an der Via Bagni 14 in Stabio, einem Dorf an der italienischen Grenze wenige Kilometer von Mendrisio, und werden von der Fonte delle Terme SA betrieben. Es ist ein Therapiehaus, kein Freizeitbad: Das Thermalwasser speist ein Becken für betreute Hydrokinesitherapie und Wassergymnastik mit rund 34 °C, daneben gibt es Inhalationsräume, Fangoanwendungen, Balneotherapie, Physiotherapie, Massage und einen Trainingsraum. Ein Ärzteteam vor Ort und Sprechzimmer gehören zum Haus. Der Betreiber weist darauf hin, dass seine Therapiezyklen von Schweizer Krankenversicherern anerkannt sind.
Das Wasser gilt als schwefelhaltig und als Salz-Brom-Jod-Wasser. Der Betreiber veröffentlicht eine chemische Analyse der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich für zwei getrennte Quellen, San Pancrazio und Bagni, mit einer Gesamtmineralisation von 833,7 beziehungsweise 1064,33 Milligramm pro Liter. Laut Betreiber ist sie die einzige vom Bundesamt für Gesundheit anerkannte Heilquelle im Kanton. Das Haus setzt auf die Atemwege: Dem Schwefel schreibt es eine Anregung der Immunabwehr zu, dem Brom eine beruhigende und dem Jod eine antiseptische Wirkung. Die Inhalationsabteilung bietet Dampfinhalationen bei etwa 38 °C, Aerosole mit Teilchen von 2–4 Mikrometern bei 28–30 °C sowie Nasenduschen und Spülungen an, meist in Zyklen von mindestens zehn täglichen Sitzungen à sechzehn Minuten. Als verwandte Behandlung gibt es eine Salzgrotte von rund zehn Quadratmetern, Boden und Wände mit natürlichem Salz verkleidet, bei 18–25 °C und 40–60 % Luftfeuchtigkeit – auch für Säuglinge.
Die Quellen von Stabio haben eine lange, gut belegte Geschichte. Der Betreiber führt sie auf römische Lager in der Gegend und auf ein Dorf namens Stabulum Caesaris zurück. Er berichtet, dass die Behörden die Quellen Mitte des 17. Jahrhunderts zuschütten ließen, weil man den Schwefelgeruch für ungesund hielt, und datiert die Wiederbelebung auf 1852, als Einwohner nach der Quelle gruben und sie wiederfanden. 1853 folgte das erste Badehaus, das Sociale, 1856 bauten die Brüder Maderni ein zweites, und mit der Nachfrage kamen die Häuser Ginella und Mola hinzu. Unter den Gästen des 19. Jahrhunderts werden Alessandro Manzoni und Carl Mozart genannt. Mit dem Ersten Weltkrieg endete die Blütezeit; das verbliebene Haus Maderni wurde ab November 1938 zu einer ärztlich geleiteten Klinik umgebaut – in dieser Form besteht das Zentrum bis heute.
Wasser
- Inhaltsstoffe
- Jod, Schwefel
- Indikationen
- Atemwege
Quelle: stabioterme.ch · Geprüft am 23.09.2026
Lage
In der Nähe
Standortdaten © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL. · zuletzt am 02.11.2026 mit der Quelle abgeglichen



